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Sa!nt on Trip

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Donnerstag, 18. Dezember 2014, 10:50

Review: Call of Duty - Black Ops 2


Man muss schon ziemlich weltfremd sein, wenn man den berühmten "Ruf der Pflicht" noch nicht vernommen hat. Seit 2003 werden Gamer aus aller Welt dazu aufgerufen, diesem zu folgen. Heute steht die Gamerwelt diesem gespalten über. Anhänger loben das einfache Spielsystem und den Multiplayer, andere rümpfen über die meist platten Stories und die jährlichen Auftritte der Reihe die Nase. Während Infinity Ward mit der "Modern Warfare"-Reihe Erfolge feierte, betreibt Treyarch mit den "Black Ops"-Teilen seine eigene Sparte. Schlägt diese seine nahen Verwandten oder ist es nur ein müder Abklatsch?

Black Ops 2 gliedert sich in drei Spielmodi: Kampagne, Multiplayer und Überlebenskampf (besser bekannt als Zombiemodus). Alle drei bestechen durch einen für die CoD-Reihe sehr hohen Umfang. Beginnen wir gleich mit der Story: Im Jahr 2025 hat die Qualität der Rechenleistung teils beachtliche Züge angenommen. Ungeahnte Möglichkeiten ergeben sich dadurch und jeder möchte sie für seine eigenen Zwecke nutzen. Neben den USA hat sich China als führende Weltmacht etabliert, was in der Weltpolitik immer für teils erheblichen Zündstoff sorgt. Wie aus dem Nichts taucht der Superschurke Raul Menendez auf, der die neue Technik an sich reißt. Sein Ziel ist es, die Weltmächte gegeneinander auszuspielen und die Welt ins Chaos zu stürzen. Als David Mason begibt man sich in futuristische Schlachten, während Alex Mason (Blops-Veteranen gut bekannt) sich im Jahr 1986 auf Spurensuche begibt und den Aufstieg Menendez' verfolgt.

Wer hier nun einen schlauchigen Spielverlauf mit dem ewig gleichen Charakter erwartet, liegt komplett daneben. Treyarch hat sich einige Mühe gegeben, dem Fortschritt gegenüber der Tradition den Vorzug zu geben. Vor Beginn jedes Auftrags lässt sich die Ausrüstung festlegen. Waffen, Granaten und auch Fähigkeiten können zugewiesen werden, inklusive Skins. In jeder Mission gilt es nebenbei Herausforderungen zu erfüllen, z.B. eine bestimmte Anzahl Gegner mit einer Waffe zu erledigen oder die versteckten Intels zu finden. Durch das Abschließen dieser Challenges lassen sich mehr Waffen und Gegenstände freischalten. Ein Zugangskit ermöglicht den Zugriff auf nützliche Gegenstände, welche eine bevorstehende Situation erleichtern, z.B. einen Körperpanzer oder einen elektrischen Schlagring. Allerdings muss man bei Gebrauch von diesem auf Extra-Fähigkeiten verzichten.

Zwischen den Hauptmissionen kommen noch sog. "Eingreiftrupp-Aufgaben" hinzu. Hier muss der Spieler taktisches Geschick an den Tag legen, denn es gilt, eine vorgegebene Anzahl von Einheiten und Fahrzeugen zu koordinieren und die Kontrolle auf einem Areal zu gewinnen. So müssen Hackermodule aufgebaut und verteidigt werden oder es gilt, ein bestimmtes Ziel zu zerstören. Verschiedene und teils verwinkelte Wege führen zum Ziel und der Gegner bekommt fleißig Verstärkung. Der Spieler kann nebenbei noch die Kontrolle über einen einzelnen Soldaten oder ein Fahrzeug übernehmen. Für die Eingreiftrupps hat man nur eine begrenzte Anzahl von Versuchen. Je nachdem, wie man sie meistert, hat dies Einfluss auf das Spielende, selbiges gilt für in der Story getroffene Entscheidungen. Ansonsten gibt es an der Solofront altbekanntes zu vermelden. Lineare Level paaren sich mit viel Bummbumm, Alternativwege gibt es keine. Auch hat man leider immer noch am veralteten Scripting festgehalten, bei dem man erst zu einem bestimmten Punkt vorrücken muss, damit keine Gegner mehr spawnen ; auch haben die Kameraden immer noch nicht gelernt, selbstständig vorzurücken. Besonders auf höheren Schwierigkeitsstufen kann das einem auf die Nerven gehen.

Kommen wir nun zum Herzstück jedes CoD-Teils, dem Multiplayermodus. Hier halten sich die Neuerungen eher in Grenzen, sind aber spürbar. Am meisten hat man am Klasseneditor gewerkelt. Das System mit den "CoD-Points" wurde durch "Freischalt-Token" ersetzt, von denen man mit jedem Level eines erhält. Jede Waffe und jedes Ausrüstungsteil kostet 1 Token. Zusätzlich können in jeder Klasse bis zu 3 sogenannte "Wildcards" eingesetzt werden. Mit diesen kann man eine zusätzliche Fähigkeit wählen oder einen weiteren Aufsatzslot erhalten. Jedoch können pro Klasse nur 10 Teile gebraucht werden. Will man also alle 3 Wildcards einlösen, muss man bei der Ausrüstung erhebliche Abstriche machen. Neu sind auch die Punkteserien, mit denen man sich Luftunterstützung holen kann. Jedes Streak setzt eine bestimmte Anzahl von Punkten heraus, welche man sich durch Ausschalten von Gegnern, Einnehmen von Flaggen oder Legen von Bomben holen kann. Somit ist Luftunterstützung nicht mehr nur durch Kills abhängig und Spieler werden mehr gefordert, nach Mod zu spielen. Auf eine unsinnige Atombombe hat man freundlicherweise verzichtet. Eine weitere Neuerung sind Ligaspiele, bei denen man gegen Spieler gleichen Fähigkeitsstand antritt. Seit einiger Zeit ist das Elite-Update Pflicht, welches die Map "Nuketown 2025" enthält. Diese dürfte besonders Fans des Vorgängers gefallen. Ansonsten ist auch hier alles beim Alten geblieben. Flamer und kleine Rotzlöffel inklusive...

Ebenfalls ist der Zombiemodus wieder eingebaut worden, der Blops-Veteranen gut bekannt sein dürfte. In diesem können bis zu 4 Spieler gemeinsam gegen nicht endende Wellen von Untoten antreten. Zur Wahl stehen anfangs 4 Levels, in denen man sich den Zombies erwehrt oder der neue TranZit-Modus, bei dem alle Levels miteinander verbunden sind. In diesem hat man die Möglichkeit, per Bus zwischen den Stationen zu reisen und mit herumliegenden Teilen nützliche Gegenstände zu basteln, welche den Kampf vereinfachen und Zugang zu bestimmten Bereichen gewähren. Zwischen den Stationen kann man auf die sogenannten Waldgeister treffen, welche den Jockeys aus Left 4 Dead 2 nachempfunden sind, vor denen man jedoch im Bus sicher ist. Die Entwickler haben innerhalb des TranZit noch ein Easter Egg eingebaut, für welches jedoch eine Menge Teamwork und auch eine Portion Glück vonnöten ist. Sonst gibt es auch hier nicht Neues. Mit jeder Welle steigt die Vitalität der Zombies, ihre Anzahl häuft sich und sie werden auch schneller.

Black Ops 2 greift wie seine Vorgänger auf die alte IW-Engine zurück, welche zum Releasezeitpunkt schon mächtig überholt war, aber immer noch ein akzeptables Bild abliefert. Allerdings hat die Xbox-Version teilweise schon Mühe, mit dem Texturenaufbau hinterherzukommen, was man besonders am Levelanfang sieht. Der Sound könnte ebenfalls stellenweise mehr Biss vertragen. Die Steuerung hingegen geht kinderleicht von der Hand und das gewohnte Gameplay lässt ebenfalls keine Rätsel aufkommen. Aufgrund des sehr großen Umfangs und einem recht hohen Wiederspielwert dank verschiedener Endsequenzen kann man Black Ops 2 auch Leuten ans Herz legen, welche um die Reihe sonst einen großen Bogen machen. Im Gegensatz zum unterdurchschnittlichen Modern Warfare 3 hat man hier nicht nur Feintuning betrieben und im Vergleich zu Black Ops quillt die Story nicht mit allerlei Klischees über.

Fazit: Im Großen und Ganzen der beste Teil der Reihe. Auch hier gilt: Lieben oder hassen. Ein Zwischending gibt's nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Sa!nt on Trip« (19. Dezember 2014, 09:46)


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Biohazardcleaner (20.12.2014), schmatz (20.12.2014)

Biohazardcleaner

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Samstag, 20. Dezember 2014, 12:03

Fazit: Im Großen und Ganzen der beste Teil der Reihe.
Da würde ich aber massiv widersprechen!
Klar, Geschmäcker sind verschieden. Aber....

World at War
Modern Wardare I
Black Ops I

fand ich alle drei weitaus besser als Black Ops II.

Ansonsten, schönes Review :uzi:

Meta Master

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Dienstag, 6. Januar 2015, 09:59

World at War, Black Ops 1 und Black Ops 2 sind die Spitzenreiter beim CoD. Wieso? Weil IW richtig fett Cocks lutscht. Klar, jedes CoD hat mich an einem Punkt abgefuckt. MW1 waren es die Quickscoper, WaW waren es die Hacker, MW2 die Noobtuber, BO1 die Killstreaks, in MW3 das ganze Spiel und in BO2 war es einfach die Verbindung. Von Ghosts rede ich mal nicht, sonst würden drei Seiten entstehen wo ich das Spiel bis zum Ende haten würde, aber eins ist mir stark aufgefallen: Bei keinem CoD vom Hause Treyarch bin ich jemals gänzlich unzufrieden gewesen, nur bei IW sind mir fast immer alle Kapseln im Kopf geplatzt. Die Kampagne war immer spaßig, der Zombie Modus war immer recht witzig und das allgemeine Setting war viiiiiiiel geiler als die ganze moderne Kriegs Pisse von IW. Ich bleibe immer noch de Meinung das MW1, MW2 und Ghosts rein GAR NICHTS im Gegensatz zu WaW, BO1 und BO2 sind.

Biohazardcleaner

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Dienstag, 6. Januar 2015, 11:37

Ich stimme dir grundlegend zu, würde aber MWI ausnehmen. Zumindest beim Zeitpunkt des Release war es noch frisch und neu. Fast schon eine Wohltat nach den millionsten WWII Setting. Jetzt ist es eben genau anders herum. Weshalb sich sämtliche Studios immer an einen Stil und ein Setting kleben müssen. Aktuell hätte ich nicht gegen ein paar mehr WWII Games.

Meta Master

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Dienstag, 6. Januar 2015, 11:46

Ich fand Bad Company 2 Vietnam ganz lustig, davon bitte mehr!

Biohazardcleaner

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Dienstag, 6. Januar 2015, 11:49

Ich fand Bad Company 2 Vietnam ganz lustig, davon bitte mehr!

OMG, ich hab so den shit aus BC2: Vietnam gespielt! Ich will garnicht wissen wieviel Stunden, Tage, Wochen Spielzeit da drauf gegangen sind.
Bitte sowas von gerne wieder! Wobei das BF Arcadegame BF 1943 auch der Hammer war.

Meta Master

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Dienstag, 6. Januar 2015, 11:57

Allgemein habe ich den scheiß aus BC2 gespielt. Tausendmal besser als Betafield 3.5 :P

Biohazardcleaner

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Dienstag, 6. Januar 2015, 12:06

Allgemein habe ich den scheiß aus BC2 gespielt. Tausendmal besser als Betafield 3.5 :P

Ich habe heute noch oft Lust BC2 rein zu hauen. Gibt eh noch ein paar Achievements die total easy sind im SP, aber auf die ich nie Lust hatte.

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Dienstag, 6. Januar 2015, 12:33

Ich fand bisher MW1 und WaW am besten. :D
Der Rest ist für n Arsch, abgesehen vom Zombie-Modus in BO1. :D
Ja

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